pränatale Körper- und Gefühlsarbeit

Mein Lebensweg und meine Erfahrungen haben mich immer intensiver nach dem Ursprung für Disharmonie, Unausgeglichenheit, Krankheit, Wut, Enttäuschung oder Trauer suchen lassen. Es ist eine Suche die in die Tiefe geht und die sich kontinuierlich rückwärts bewegt – zurück zu meinen eigenen Wurzeln. Zum Anfang.
Über verschiedene Menschen kam ich in Kontakt mit Körper- und Gefühlsarbeit und bin dann bei der pränatalen Körperpsychotherapie nach Franz Renggli gelandet. Nach einigen eindrücklichen Selbsterfahrungsmomenten habe ich diese Art der Arbeit als sehr effiziente, erfolgreiche und achtsame Therapieform zu schätzen gelernt.

2018 schloss ich die Grundausbildung in der pränatalen Körpertherapie nach und bei Franz Renggli in Basel ab und werde die kommenden Jahre weiterhin bei ihm in Weiterbildung sein.

Auf diesem Fundament entstehen für den einzelnen Menschen unterschiedliche Angebote im Selbsterfahrungsbereich: für Einzelpersonen; für Babys, Kinder und die ganze Familie oder im Rahmen einer geschützten Gruppe. Jede Form bringt ihre eigenen Schwerpunkte und Möglichkeiten mit sich.

Individuelle Forschungsreise - vom Auslöser zur Ursache

Es ist nicht einfach für diese Art der Arbeit beschreibende Worte zu finden. Ob ich mit einem Baby, einem Kind, dem Elternpaar, einer Einzelperson oder mit einer ganzen Gruppe arbeite – jedes Setting ist so individuell wie ihre TeilnehmerInnen. Die Methodik orientiert sich sehr daran, was sich im Augenblick der Sitzung gerade zeigen will, welche Bereiche im Leben gerade aktiv sind. Manchmal ist das ganz was anderes, als dass, was wir uns im Kopf für diese Sitzung zurechtgelegt haben.

Die Forschung auf dem Gebiet der pränatalen Psychologie geht heute davon aus, dass rund 90% aller unserer körperlichen und psychischen Probleme ihren Ursprung in dem Zeitfenster von Zeugung, Schwangerschaft, Geburt und den ersten zwei Lebensjahren haben (Entwicklungstrauma). Wenn wir nun wirklich zu diesen Mustern vordringen wollen um etwas für unser heutiges Erleben zu verändern, macht es am meisten Sinn, in diese Zeit und diese sensiblen Momente einzutauchen. Dies ist allerdings kognitiv nur sehr begrenzt möglich, da sich diese Zeitfenster im vorsprachlichen Raum abspielen. In unserem Zellgedächtnis, unserem Körper, sind diese Muster allerdings abgespeichert und anhand von unseren Gefühlen und Körperreaktionen können wir sanft und achtsam in diese Bereiche reisen.

Körpertherapie, Traumatherapie, pränatale Körpertherapie, Gefühls- und Körperarbeit, e.c.t. sind alles keine geschützten Begriffe. Prüfe also bitte jeweils genau, wer und was hinter den Angeboten und Methoden steht und ob sie dich wirklich dahin begleiten können, wo du als Individuum hin möchtest
. Spüre bei einem ersten Termin gut heraus, wie sympathisch, sicher und vertraut dir dein Gegenüber ist. 

Um sich ein breiteres Bild machen zu können, empfehle ich dir folgende Links:

Die Info-Seite von Dami Charf: Grundwissen Trauma; verständlich und informativ

Unterschied zwischen Schock- und Entwicklungstrauma, Dami Charf

 

Dissoziation - Die Abspaltung von mir selbst, Dami Charf

 

Die Traumen der Kindheit heilen, Aletha Solter im "wireltern"

Franz Renggli im Interview: Wir waren alle mal Babys
oder sein Buch: Früheste Erfahrungen - ein Schlüssel zum Leben, ISBN-13: 978-3-8379-2801-3

Weinen lässt den Schmerz schmelzen, Interview aus «wir Eltern» mit Franz Renggli